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KAFFEe
WISSEN
Ein paar interessante Fakten und Infos rund um die Bohne
der Geschmack KOMMT MIT DER HITZE
Die Temperaturkurve ist das Herzstück des Röstprozesses und entscheidet darüber, welche Geschmäcker später in der Tasse landen. Zu Beginn sorgt eine moderate Erwärmung dafür, dass Feuchtigkeit entweicht und die Bohne auf die eigentliche Aromabildung vorbereitet wird. Sobald die Temperatur weiter steigt, setzen die Maillard-Reaktionen ein: Zucker und Aminosäuren verbinden sich zu einer Vielzahl neuer Geschmacksstoffe, die für karamellige, nussige und schokoladige Noten verantwortlich sind.
Um den „First Crack“ herum entfaltet die Bohne ihr volles aromatisches Potenzial. Durch eine gleichmäßig kontrollierte Hitze entstehen flüchtige Verbindungen wie Ester, Aldehyde und Phenole – jene feinen Nuancen, die den Kaffee komplex, rund und charaktervoll machen.
Verläuft die Temperaturkurve jedoch zu steil oder zu flach, entsteht ein unausgewogenes Profil: Unterentwickelte Bohnen schmecken dünn und grasig, überröstete hingegen bitter und verbrannt. Die ideale Röstkurve ist daher ein präzises Zusammenspiel aus Zeit und Temperatur. Sie gibt den chemischen Reaktionen genau den Raum, den sie brauchen – und lässt ein harmonisches, vielschichtiges Aromabild entstehen.
Koffeinfrei
=aromafrei?
Kaffee kann entweder mit Lösungsmitteln verschiedenster Herkunft, der Swiss-Water-Methode oder mithilfe von überkritischem CO₂ entkoffeiniert werden.
Die Sugarcane-Methode nutzt natürlich gewonnenes Ethylacetat aus Zuckerrohr und wird als "biologische" Methode angepriesen. Letztendlich ist es aber auch nur ein Lösungsmittelverfahren und dieses muss nach dem Prozess durch Trocknung wieder aus den Bohnen ausgedünstet werden. Die Bohnen erhalten durch diese Behandlung einen etwas süßlicher Geschmack.
Das Swiss-Water-Verfahren kommt zwar komplett ohne Chemikalien aus, dafür werden hier aber auch wichtige Geschmacksträger mit entfernt. Bei dieser Methode macht man sich den Osmose-Effekt zunutze. Die Bohnen werden in einem Kaffeesud gebadet, dem zuvor das Koffein entfernt wurde. Das in den Bohnen enthaltene Koffein tritt dabei automatisch in die koffeinfreie Kaffeelösung über.
Die CO₂-Methode arbeitet mit Kohlendioxid, das unter hohem Druck in einen überkritischen Zustand versetzt wird – weder ganz flüssig noch gasförmig. In dieser Form wirkt CO₂ wie ein selektives Lösungsmittel: Es zieht gezielt Koffein aus der Bohne, lässt aber die meisten Aromakomponenten weitgehend unberührt. Da das CO₂ anschließend vollständig entfernt und wiederverwendet wird, ist das Verfahren schadstofffrei und besonders aromaschonend.
So bleibt der Kaffee klar und vielschichtig und verursacht kein Herzklopfen.
auf ihre Gesund-
heit!
Kaffee ist nicht nur ein Wachmacher, sondern kann auch gesundheitliche Vorteile bieten. Neueste Übersichtsarbeiten zeigen, dass moderater Kaffeekonsum wohl mit einer längeren Lebenserwartung, einem geringeren Risiko für Typ‑2‑Diabetes und einer besseren Lebergesundheit verbunden ist. Darüber hinaus wirken die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien entzündungshemmend und tragen dazu bei, Zellschäden zu reduzieren.
Die Ergebnisse basieren auf einer Vielzahl internationaler Studien, die in Metaanalysen zusammengefasst wurden. Lesen Sie hierzu mehr LINK
Das Fazit: Regelmäßiger, maßvoller Kaffeegenuss kann Teil eines gesunden Lebensstils sein – und dabei Genuss und gesundheitlichen Mehrwert verbinden.